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AK Wetterauer Männer in Kitas

Arbeitskreis „Wetterauer Männer in Kitas“

Arbeitskreis „Wetterauer Männer in Kitas“

Im Rahmen des Bundesprojekts "Männer-in-Kitas" wurde der Arbeitskreis "Wetterauer Männer in Kitas" gegründet.
Der Arbeitskreis trifft sich zweimal im Jahr.
Sprecher ist Christopher Clotz von der Kita "Am Hochwald" in Bad Nauheim. Tel: 06032/2029. Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kontakt + Infos auch über Romy Nickel, Wetteraukreis, Fachberatung und Fachaufsicht für Kindertagesstätten. Tel: 06031/ 83-3322. Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Umgesattelt - vom KFZ- Mechaniker zum Erzieher

Im Rahmen des Arbeitskreises "Wetterauer Männer in Kitas" werden persönliche Kontakte zu Männern hergestellt, die sich für den Beruf des Erziehers entschieden haben. Dabei entstand auch die Idee, persönliche Berichte zu sammeln. Einen ersten biografischen Bericht wollen wir hiermit veröffentlichen:

Mein Name ist Sebastian P. und ich wurde 1985 geboren. Ich besuchte die Realschule in Büdingen und verließ diese vorzeitig mit 16 Jahren, denn ich hatte eine Ausbildungsstelle zum Kfz-Mechaniker. Ich beendete die Lehre mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, hatte aber schon im letzten Ausbildungsjahr erkannt, dass ich diesen Beruf nicht mein Leben lang ausüben wollte. Ich holte meinen Realschulabschluss an einer externen Schule in Offenbach nach. Nachdem ich die Prüfung erfolgreich abgeschlossen hatte, begann ich mit der schulischen Ausbildung zum Erzieher. Durch ein zweiwöchiges Praktikum, das ich im 9. Schuljahr in der KITA Kefenrod absolviert hatte, habe ich bereits erste Einblicke in diesen Beruf bekommen. Aufgrund meiner abgeschlossenen beruflichen Ausbildung und einem ¾ jährigem Praktikum in einer sozialen Einrichtung, konnte ich im Sommer 2008 als Quereinsteiger die Erzieher-Schule besuchen. Nach einer Einführungswoche zum Kennen lernen der Lehrer und Schüler, fing dann auch der theoretische Teil der Ausbildung an. In den ersten 2 Jahren lernte ich viel über den Umgang mit Kindern und über die Wertschätzung, die man ihnen entgegen bringt. Beobachtungsformen, Planungen und vieles mehr, konnte ich nach meiner theoretischen Prüfung gut in meinem einjährigen Anerkennungsjahr praktisch umsetzen.

Das Wichtigste in meiner pädagogischen Arbeit ist, dem Kind immer authentisch gegenüber zu treten und ihm ehrlich und wertschätzend entgegen zu kommen. Für mich ist nicht jedes Kind gleich und ich sehe jedes Kind als Individuum mit seinen ganz eigenen Interessen an. Dieses Bild wurde mir sehr gut in meiner theoretischen und praktischen Ausbildung vermittelt.

Heute nach dem Bestehen meiner theoretischen und praktischen Prüfung, arbeite ich als Erzieher und betreue die Kinder im Alter von 1,5 bis 3 Jahren. Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Es ist nicht immer einfach, da sich die Kinder auch erst mal an das völlig neue Umfeld gewöhnen müssen. Jedoch ist es spannend, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu sehen, wie sie sich immer sicherer in ihrem neuen Umfeld zurecht finden und viele neue Freunde finden.

Natürlich war es aber auch kein leichter Schritt für mich, in den Beruf des Erziehers zu gehen, da dieser oft noch mit Vorurteilen belastet ist. So stellten sich mir die Fragen, wie reagieren die Lehrer und Schüler auf mich. Was sagen meine Freunde zu meinem Berufswunsch und wie denken die Eltern der Kinder in der Einrichtung über mich. Jedoch waren all meine Fragen unberechtigt, da ich in der Klasse sehr gut aufgenommen wurde und meine Freunde meinen Berufswunsch voll und ganz akzeptieren. Auch die Eltern der Kinder freuten sich sehr darüber, dass nun „endlich“ auch mal ein Mann in der Einrichtung sei. Von meinen Kolleginnen in der KITA wurde ich auch sehr gut aufgenommen und die Zusammenarbeit mit ihnen macht sehr viel Spaß.

Aus meiner Sicht und meinen persönlichen Erfahrungen kann ich den Beruf des Erziehers für Männer nur weiterempfehlen und würde mich freuen, wenn diese öfters in Einrichtungen anzutreffen sind.



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