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Eltern-Kind-Aktion: Mosaik für Schlange und Krokodil

titel 150x150Das erste Kita-Projekt, das mit Begleitung und Unterstützung von MiKitas durchgeführt wurde, war eine Eltern-Kind-Aktion in Darmstadt. Die Evangelische Kindertagesstätte Friedrich-Fröbelhaus nahm als eine von vier Kindertagesstätten aus dem Dekanat Darmstadt-Stadt am EKHN-Modellprojekt „Mehr Männer in Kitas“ teil. An drei Projekttagen, vom 27. – 29.07.2011, arbeiteten Mütter, Väter und Onkels mit den Kindern daran, im Außenbereich der Kita eine Schlange und ein Krokodil mit italienischen Mosaiken zu verschönern. Monika Bender von der Projektstelle MiKitas war zu Besuch in der Kita und sprach mit der damaligen Kita-Leiterin Irene Mundanjohl und dem Vater Robert Kiernicki. Nachfolgend der Bericht:

Mehr Männer als Frauen bei Eltern-Kind-Aktion

Fünf Frauen und sechs Männer arbeiteten drei Tage lang (vom 27. – 29. Juli) zusammen mit den Kindern an der Verschönerung von Krokodil undSchlange im Außenbereich der Kita Friedrich-Fröbel-Haus. Die grauen Tierskulpturen aus Beton bekamen ein Kleid aus bunten italienischen Mosaiksteinen. Die Arbeitsmaterialien für das Mosaikprojekt wurden von einem Kita-Vater, der beruflich bei der Darmstädter Firma Fliesen-Wunsch tätig ist, gespendet.

Auf die Farbharmonie kommt es an

Zu Beginn der Aktion hatte Irene Mundanjohl, Leiterin der Einrichtung, in ihrer Einleitung Hinweise zum Thema Farbharmonie gegeben. Sie wies darauf hin, dass es wichtig sei, das richtige Gleichgewicht zwischen warmen und kalten Farben zu finden. Letztendlich wurde die Gestaltung aber den Vätern, Müttern und Kindern überlassen. Da es am ersten Tag regnete, erarbeiteten die Kinder in den Innenräumen gemeinsam mit ihrem Erzieher und ihren Erzieherinnen Mosaik-Muster für den Rücken der Schlange.

Fachkundige Unterstützung

Fachkundige Unterstützung beim künstlerischen Part bot eine Praktikantin, die Kunst studiert. Der Experte für´s Handwerkliche war Robert Kiernicki, ein Kita-Vater. Er ist gelernter Fliesenleger und hatte sich gerne bereit erklärt, bei der Aktion mitzumachen und sein Wissen weiter zu geben.

Eltern kommen miteinander ins Gespräch

Die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Mittagessen, das die Kita für die Eltern anbot, waren besonders für die Väter eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu komme und sich näher kennenzulernen. Für die Kinder war die Aktion ein echtes Highlight: Sie konnten ihre Eltern bei der Arbeit beobachten, selber mit anfassen und gemeinsam etwas Schönes schaffen.

Das Arbeitsergebnis kann sich sehen lassen

Am Ende waren die grauen Betontiere nicht mehr wiederzuerkennen. Farbenfroh gestaltet erweisen sie sich als kleine Kunstwerke und echte Hingucker. Die bunten Tierskulpturen gehören jetzt zum Kita-Alltag. Die Kinder können stolz sein auf das, was sie zusammen mit den Eltern gestaltet haben.

Gespräch mit Irene Mundanjohl, Kitaleitung von 1991 bis 2012

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Frau Mundanjohl, was war Ihre Motivation, bei „Mehr Männer in Kitas“ mitzumachen?

Seit 2001 ist Alexander Stöhr als Erzieher bei uns im Team. Er ist eine echte Bereicherung für die Kita. Ich bin davon überzeugt, dass es für Kinder gewinnbringend ist, wenn sie von Anfang an männliche und weibliche pädagogische Fachkräfte erleben. Gerade für Jungs sind männliche Erzieher wichtige Identifikationsfiguren, die auch mal andere Akzente setzen. Gerne würde ich noch einen weiteren Mann im Team haben. Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann setze ich mich auch dafür ein. MiKitas bietet dafür die Gelegenheit.

Wie sind Sie auf die Idee zum Kita-Projekt „Mosaikarbeiten mit Vätern“ gekommen?

Schon im Mai 2010 sind die beiden Tierskulpturen in einer Eltern/Kind-Aktion entstanden. Krokodil und Schlange warten schon seit über einem Jahr in unserem Außengelände auf ihr neues „Outfit“. Erst jetzt haben wir einen Vater gefunden, der über das handwerkliche Know-how verfügt, um das Arbeiten mit Mosaiksteinen anzuleiten. Väter und Mütter verdienen höchste Anerkennung für ihr Engagement. Alle investieren unentgeltlich Zeit, Kraft und Ideen.

Wie ist die Arbeit mit Vätern allgemein?

Aktive Elternarbeit gehört bei uns zum Konzept. Immer wieder sind wir auf der Suche nach interessanten Aktionen, bei denen sich Mütter und besonders auch Väter einbringen können. Durch die Lage im Gewerbegebiet und den weiten Einzugsbereich ist die Elternarbeit nicht ganz einfach. Kitas in Wohngebieten haben es da leichter! Mit guten Ideen, Engagement, viel persönlicher Ansprache und guter Organisation haben wir es trotzdem geschafft, immer wieder gelungene Eltern/Kind-Aktionen durchzuführen. So z. B. den Bau eines Weidentunnels, eines Lehmofens und einer Naturwasserbahn mit Mosaiken.

Gespräch mit Jutta Palutkiewicz, Kitaleitung seit 2013Palutkiewicz 150x150

Frau Palutkiewicz, als stellvertretende Leitung waren Sie von Anfang an bei MiKitas mit dabei. Seit Frau Mundanjohl im Ruhestand ist, leiten Sie das Friedrich-Fröbel-Haus. Was hat MiKitas Ihnen und der Einrichtung rückblickend gebracht?

Mit Alexander Stöhr haben wir ja bereits seit vielen Jahren einen Mann bei uns im Team. Jetzt wurde das Thema „Erzieher in Kitas“ einmal neu diskutiert. Herr Stöhr konnte von seinen Erfahrungen als Mann in diesem Bereich berichten. Die Zusammenarbeit zwischen Erziehern und Erzieherinnen ergänzt sich. Gerade Väter schätzen das Gespräch mit einem männlichen Erzieher. Die Abschlussveranstaltung zum Thema „Kinder – Kitas – Körperwissen“ hat bei uns im Team das Thema „Sexualpädagogik“ neu angestoßen. Wir wollen Sexualerziehung nicht den Medien überlassen. Intensiv haben wir uns mit dem Textvorschlag für die Konzeption einer Kindertagesstätte von Dr. Stefan Timmermanns auseinandergesetzt. Der Austausch in den Verbünden war immer interessant und hilfreich für die Arbeit.

Wunsch für die Zukunft

Ich wünsche mir, dass Männer als Erzieher in der Kita eines Tages ganz selbstverständlich sein werden.

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